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AW 214

Energieeffizientes Bauen

Energy-efficient Buildings

Juni June 2008
ISBN 978-3-7828-3214-4

Der Konzernchef des Mineralölunternehmens total, Christophe de Margerie, konstatierte vor wenigen Tagen in einer französischen Wirtschaftszeitung, was unabhängige Experten schon seit längerem vorhergesagt hatten: Die weltweite Ölförderung werde schon bald ihr Maximum erreichen. Bisherige Schätzungen seien zu optimistisch, da die Unternehmen nicht genug neue Vorkommen fänden. Aufgrund dieser erstmals von einem Vorstand eines mächtigen Ölkonzerns geäußerten Warnung werden all jene, die bislang angenommen haben, Erdöl stehe noch für Jahrzehnte in ausreichender Menge zur Verfügung, nun spätestens umdenken und andere Verhaltensweisen entwickeln müssen. Leider muss man zu dieser Gruppe auch viele Architekten zählen, denn bei der überwiegenden Mehrzahl von Neubauten und Umnutzungen der letzten Jahre spielen Aspekte wie Energieeffizienz oder Ressourcenschonung – wenn überhaupt – nur eine untergeordnete Rolle. Von einem Niedrigenergie- geschweige denn einem Passivhausstandard sind die meisten dieser Bauten noch weit entfernt; für viele Architekten ist der Energieverbrauch ihrer Gebäude eine unbekannte Größe. Durch die Einführung des Energieausweises in Deutschland, mit dem künftig schon bei Kauf, Bau oder Anmietung der Energiebedarf und die damit verbundenen Kosten einer Immobilie abgeschätzt werden können, wird sich das aber hierzulande sicherlich grundlegend ändern. In dieser Ausgabe der AW stellen wir eine Reihe von Bauten, Projekten und Wettbewerben vor, die von Architekten bereits energieeffizient entworfen wurden.

A few days ago Christophe de Margerie, Chief Executive of oil giant Total, confirmed in a French economics magazine what independent experts had been predicting for quite some time: Global oil production will soon reach its peak. Recent estimates, he argued, had been too optimistic because oil companies were no longer finding new deposits in sufficient numbers. The warning, given for the first time by the boss of a major oil producing company, will cause all those to rethink and develop new approaches who have blithely assumed hitherto that crude oil would be available in sufficient quantities for decades to come. Regrettably one has to admit that this group will also include many architects; for in recent years aspects such energy efficiency or the prudent management of resources played but a minor part in new buildings or restructuring programmes if, indeed, they featured at all. For many German architects the energy consumption of buildings is an unknown quantity. That will no doubt change radically, following the introduction of the Energy Performance Certificate which will enable potential buyers, clients or tenants to calculate the energy consumption of a building or apartment and, hence, its running costs. In this edition of AW we showcase a number of buildings, projects and competition entries that architects have designed with an eye, first and foremost, on energy efficiency.

AW 214 zeigt 14 Neubauten und Projekte u.a. von Raimund Rainer, Ysenbrandt & Partners, Conrad Lutz Architecte, opus Architekten, sps-architekten, Dietrich | Untertrifaller Architekten, Halle 58 Architekten, Simon Freie Architekten, Sheppard Robson, Schneider & Lengauer Architekten, Behnisch Architekten, Braun Associates Architekten sowie aktuelle Wettbewerbe.

 
AW Architektur + Wettbewerbe Architecture + Competitions
erscheint vierteljährlich published quarterly
72 Seiten pages Deutsch/Englisch German/English
zahlreiche Abbildungen und Pläne in Farbe und Schwarzweiß
numerous colour and black-and-white illustrations, pictures and drawings
Format Size 22,5 × 28,5 cm, kartoniert cardboard-bound
Einzelheft Single issue EUR 19,50
Jahresabonnement Subscription EUR 65,–

Coverabbildung - Coverimage zum PDF Download: Inhaltsverzeichnis Index